Handlungsspielräume im Nationalsozialismus
Projekttag für Kinder und Jugendliche ab 14 Jahren
Kombinierte Bildungsangebote zu NS-Zeit, Erinnerungspolitik, Demokratieverständnis und vielfältiger Gesellschaft - das ist das Ziel des Netzwerks »Geschichte in Bewegung«. Es besteht aus acht unterschiedlichen Einrichtungen und Orten.
Die dreitägigen Angebote richten sich an Schülerinnen und Schüler verschiedener Klassen- und Alterstufen, vorrangig an die Sekundarstufe I und die Orientierungsstufe. Die Kinder und Jugendlichen haben dabei Gelegenheit, drei verschiedene Häuser zu besuchen. Durch Einnahme unterschiedlicher Blickwinkel und Perspektiven besteht hier die Möglichkeit, tiefgreifende Einsichten über Verbindungen zwischen Geschichte und Gegenwart zu gewinnen. Die verschiedenen Programme werden in diesem Jahr zweimal angeboten, einmal im Frühjahr, einmal im Herbst. Die Veranstaltungen sind kostenlos.
Handlungsspielräume in der NS-Gesellschaft. Beispiel für ein Programm:
Die Jugendlichen lernen am ersten Tag unterschiedliche Menschen kennen:
1. Miep Gies: Sie versorgte Anne Frank und die anderen sieben Untergetauchten zwei Jahre lang in ihrem Versteck, bis es verraten wurde.
2. Otto Weidt: Er beschäftigte in seiner Blindenwerkstatt hauptsächlich blinde und gehörlose Juden und versuchte, sie vor der Deportation zu schützen. Zudem versteckte er mehrere verfolgte Menschen.
Der zweite Tag des Programms beschäftigt sich mit den Täter*innen: Im Haus der Wannsee-Konferenz kamen hochrangige Vertreter des nationalsozialistischen Staates zusammen, um die „Endlösung der Judenfrage“ zu planen.
Am dritten Tag geht es um die „ganz normalen Deutschen“: Wie verhielten sie sich in der „Gesellschaft des Holocaust?“ Die Jugendlichen loten an konkreten Beispielen die Handlungsmöglichkeiten aus und überlegen, was diese Erkenntnisse für ihr Leben heute bedeuten.



